Hybrid-Autos.info

Lenkrad der Zukunft Quelle: pxhere.com

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat auf der Fachkonferenz VDE E-Mobility Conference ein neuartiges Ladelösungskonzept für Elektrofahrzeuge vorgestellt. Die Rheinmetall-Ladebordsteine fügen sich nahezu unsichtbar ins Stadtbild ein und bieten Möglichkeiten, die Herausforderungen bestehender Ladesysteme – etwa hoher Platzbedarf, geringe Punktedichte, Verschlechterung des Stadtbildes und hohe Kosten – zu lösen. Hierzu setzt die Rheinmetall-Entwicklung im Gegensatz zu anderen am Markt befindlichen Ladelösungen auf die Ertüchtigung und intelligente Nutzung vorhandener städtischer Infrastruktur. Durch Integration von Ladeelektronik in einen Bordstein wird dieser faktisch zur „Ladesäule“, ohne jedoch die für die anderen Verkehr¬steilnehmer mit einer Ladesäule verbundenen Einschränkungen zu verursachen. Weiterhin lassen sich Elektrofahr¬zeuge hiermit direkt am Bordstein laden, ohne lange Kabel über Gehwege legen zu müssen.

  

Das Rheinmetall-System leistet einen Lösungsbeitrag zur großen Herausforderung, insbesondere in Innenstädten und Ballungsräumen ausreichend Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Es wurde unter der Prämisse entwickelt, den Eingriff in den öffentlichen Raum möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

  

Hintergrund: Schon zu Beginn des Elektromobilität-Booms wissen viele Städte und Kommunen kaum, wie ausreichend Flächen zur Errichtung von Ladeinfrastruktur bereitgestellt werden können – entsprechend sieht der Masterplan Ladeinfrastruktur II der Bundesregierung vom Oktober 2022 hier starken Handlungsbedarf. Gerade im innerstädtischen Raum sind freie Flächen knapp, sodass die Errichtung neuer Infrastruktur sehr häufig nur auf Kosten anderer Stakeholder im Straßenraum möglich ist. Das Ausweichen auf größere (Schnell-) Ladeparks am Stadtrand kommt hingegen für viele Konsumenten insbesondere aus Zeit- und Kostengründen nicht in Frage. Damit droht die Gefahr, dass der Hochlauf der Elektromobilität in Ballungsräumen ins Stocken gerät, bevor dieser richtig angefangen hat.

  

Rheinmetall Ladebordstein

In den vergangenen Monaten hat ein Team des Rheinmetall Technology Centers intensiv an einer Lösung gearbeitet, bestehende städtische Infrastruktur zu ertüchtigen, ohne dabei Beschränkungen in der Ladepunktdichte in Kauf nehmen zu müssen, wie es z.B. bei Laternenladern der Fall ist. Das Ergebnis ist ein modularer Ladebordstein, der bis zu 22kW AC-Laden ermöglicht und per Open Charge Point Protocol (OCPP) in bestehende Backend-Systeme bzw. bereits vorhandene Ladesystemstrukturen integriert werden kann.

  

Bei der Entwicklung wurde der einfachen Nachrüstbarkeit und Wartung ein hoher Stellenwert beigemessen. So ist es möglich, komplette Straßenzüge oder Parkplätze für die Integration von Ladebordsteinen vorzubereiten und eine spätere Skalierbarkeit zu ermöglichen. Durch die Vorbereitung bzw. Erschließung größerer Flächen lassen sich u.a. hinsichtlich Planung, Bewilligung, Baumaßnahmen etc. Synergien erreichen, um Installationskosten zu reduzieren. Dafür werden sogenannte Dummybordsteine an den gewünschten Ladestandorten installiert. Das Elektronikmodul wird nachgerüstet, sobald der lokale Bedarf durch den Anstieg der Elektromobilität ausreichend hoch ist. Die Nachrüstung ist dabei in wenigen Minuten ausführbar – ebenso die Wartung, für die die Elektronikeinheit einfach entnommen werden kann. Die Systeme sind auf die Umweltbedingungen im Straßenraum ausgelegt, um eine lange Lebensdauer sicherzustellen.

 

Neben dem Laden am Straßenrand können weitere Nutzungsmöglichkeiten adressiert werden. Vom Laden beim Arbeitgeber über Außenstellplätze an Ein- oder Mehrfamilienhäusern bis hin zu Geschäftsparkplätzen bringt das System die notwendigen Funktionalitäten mit, um dem Nutzer ein einfaches, schnelles und komfortables Laden zu ermöglichen.Da Sicherheit bei Rheinmetall Teil der DNA ist, werden die Systeme aktuell umfangreichen Langzeittests unterzogen, bevor diese erstmalig im Rahmen eines Pilotprojekts im öffentlichen Raum zum Einsatz kommen. Rheinmetall stellt mit der vorgestellten Lösung einen wichtigen Baustein bereit, um das Ziel von einer Million öffentlicher Ladepunkte in Deutschland bis 2030 erreichbar zu machen.

Rheinmetall Ladebordstein für schnelles Laden in der Öffentlichkeit

  

Ladebordstein von Rheinmetall für schnelles Laden in der Öffentlichkeit

 

Neuigkeiten

Ladebordstein von Rheinmetall

Lenkrad der Zukunft Quelle: pxhere.com

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat auf der Fachkonferenz VDE E-Mobility Conference ein neuartiges Ladelösungskonzept für Elektrofahrzeuge vorgestellt. Die Rheinmetall-Ladebordsteine fügen sich nahezu unsichtbar ins Stadtbild ein und bieten Möglichkeiten, die Herausforderungen bestehender Ladesysteme – etwa hoher Platzbedarf, geringe Punktedichte, Verschlechterung des Stadtbildes und hohe Kosten...


Weiterlesen ...
Chancen und Risiken neuer Technologien

Lenkrad der Zukunft Quelle: pxhere.com

Wenn neue Technologien einen Markt erobern, dann ist es ratsam, im Vorfeld genau zu analysieren, inwiefern sich das Chancen- Risikoverhältnis hier verhält und einen Vorteil für das Unternehmen sowie den Endkunden liefern kann. Ein Beispiel, das ganz eindeutig zeigt, dass sich neue Technologien und Aspekte wie das Umweltbewusstsein keineswegs mehr ausschließen, findet sich auf dem Automobilmarkt wieder. Hier hat...


Weiterlesen ...
Global Tickets Erfahrung – der Weg zur Formel E

Foto mittel

Elektroautos, Hybridfahrzeuge und alternative Antriebe gewinnen zunehmend an Bedeutung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Auch beim Motorsport sind Veränderungen festzustellen, die sich insbesondere in der Formel E manifestieren. Wer Tickets für die Elektromotor-Rennserie erwerben möchte, sollte eine Global Tickets Erfahrung in Betracht ziehen.

  

Global Tickets Erfahrung –...


Weiterlesen ...
Formel E – Motorsport der Zukunft?

Immer mehr Menschen zieht es hin zu Hybriden und Elektroautos, nicht zuletzt seit dem weltweiten Anstieg der Benzinpreise wechseln immer mehr Menschen zur elektronischen Mobilität. Auch die Nachhaltigkeit und geringere Umweltbelastung ist für viele ein Faktor bei der Kaufentscheidung. Genau dies spielt auch in der Zukunft des Motorsports eine wichtige Rolle, wo der Schadstoffausstoß erheblich ist. Immer mehr...


Weiterlesen ...
Die Kosten im Vergleich: Welcher Antrieb lohnt sich mehr?

Parkplatz ElektroautoReines Elektroauto, Plug-in-Hybrid oder Verbrenner – diese Frage stellen sich Kaufwillige und Fans der Autoszene schon lange Zeit. Laut aktuellem ADAC-Kostenvergleich scheinen viele Elektroautos, auch dank attraktiver Kaufprämien, günstiger als Benziner oder durch Diesel angetriebene Fahrzeuge. Doch welcher der Antriebe lohnt sich im Alltagsgebrauch und mit Blick auf stetig steigenden Spritpreise am meisten?  
Oft...


Weiterlesen ...

Rund um die Technik

Wirkungsgrad der permanenterregten Synchronmaschine

Der sehr gute Wirkungsgrad der Permanetmagnet Synchronmaschine im Vergleich zu anderen Maschinentypen sorgt für eine sehr hohe Marktdurchdringung bei Alternativen Antrieben. Die nachfolgende Abbildung stellt den prinzipiellen Arbeitsbereich einer permanenterregten Synchronmaschine dar. 

Typischer Arbeitsbereich einer permanenterregten Synchronmaschine

 

 


Weiterlesen ...
Parallel-Hybrid: Technische Beschreibung

Ein Parallel Hybrid Antriebsstrang, wie im unteren Prinzipbild dargestellt, setzt sich aus einem beliebigen Verbrennungsmotor (1.), einem Elektromotor (5.), einem Getriebe (2.)  und einem Differential (4.)  zusammen. Zwischen Getriebe und Verbrennungsmotor befindet sich eine automatisierte Trennkupplung (6.). Die Hochleistungsbatterie (8.) stellt die nötige Energie für die Leistungselektronik (7.) zur Verfügung,...


Weiterlesen ...
Neues 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe von ZF für Sportfahrzeuge

Foto4 mittel

 

Friedrichshafen. Auf der Grundlage eines komplett neuen 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebes (8DT) entwickelte ZF gemeinsam mit Porsche einen modularen Hybrid-Getriebebaukasten, der alle aktuellen und zukünftigen Antriebstrends für Sportfahrzeuge bedient. Das neue Sportgetriebe für Heck- oder Allradantrieb überzeugt durch sehr schnelle Schaltzeiten, enormen Komfort, hohe Effizienz und maximale Flexibilität. Ein...


Weiterlesen ...