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| Continental Studie 2008 |
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Neue internationale Continental-Studie (Hannover/Wien, 27. Juni 2008)
Autofahrer weltweit zeigen überraschend großes Interesse für Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybridantrieb. Insgesamt wären 36,0 Prozent der Befragten bereit, ein Auto mit Hybridantrieb zu kaufen, sogar 45,8 Prozent zeigen sich offen für den Erwerb eines Elektroautos. Dabei sind steigende Kraftstoffkosten und Umweltaspekte gleichermaßen Antriebsfedern. Das hat eine repräsentative Umfrage des internationalen Automobilzulieferers Continental - der ersten Studie dieser Art - unter mehr als 8.000 Autofahrern in acht bedeutenden internationalen Märkten ergeben.
Der Trend zu steigenden Kraftstoffkosten lässt das Interesse an alternativen Antriebssystemen wachsen, dabei ist aber laut Studie die ungestützte Bekanntheit solcher Systeme weltweit sehr unterschiedlich ausgeprägt. Rund jeder Fünfte denkt sofort an Hybridantriebe, die Benzin- und Elektromotor miteinander verbinden. Mit 46,9 Prozent ist die Antriebsform bei den Japanern am bekanntesten. Nachholbedarf besteht nicht nur bei den Briten: Sie kennen sich mit nur 3,9 Prozent in diesem Gebiet im internationalen Vergleich am wenigsten aus. Auch lediglich 6,6 Prozent der US-amerikanischen Autofahrer kennen den Hybridantrieb.
Der reine Elektroantrieb steht mit durchschnittlich 16,8 Prozent an zweiter Stelle in Sachen Bekanntheit. Die Österreicher mit 33,3 Prozent und die Franzosen mit 31,7 Prozent nennen diese Variante sogar häufiger als den Hybridantrieb. Als Kraftstoff sparende Antriebssysteme gelten ferner Diesel (mit 14,1 Prozent) sowie mit Erdgas betriebene Automobile (11,4 Prozent). Auffallend ist, dass 81,7 Prozent der Chinesen keine Aussagen zu Sprit sparenden Antrieben geben können. Fragt man Autofahrer, was ihnen zu Hybridtechnologien bzw. zu Hybridantrieben in den Sinn kommt, so geben mehr als ein Drittel (36,4 Prozent) an, dass es sich hierbei um eine Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor handelt. Jeder Fünfte sprach den umwelt-ökonomischen Aspekt an.
Bislang gehen mehr als die Hälfte der internationalen Autofahrer (58,1 Prozent) davon aus, dass umweltfreundlichere Hybridantriebe Mehrkosten gegenüber dem Kauf eines herkömmlichen Autos verursachen. Die Franzosen rechnen einerseits mit durchschnittlich 4.651 Euro Mehrkosten, andererseits erwarten sie mit rund 4.411 Euro die höchste Kostenreduzierung. Die US-Amerikaner hingegen glauben, dass der Kaufpreis lediglich 2.801 Euro über dem eines herkömmlichen Wagens liegt und rechnen mit Kosteneinsparungen in Höhe von etwa 2.364 Euro. Durchschnittlich 50,8 Prozent der Autofahrer wären nicht bereit, mehr für ein Hybridfahrzeug auszugeben. Die andere Hälfte könnte sich vorstellen, bis zu 2.781 Euro mehr für umweltfreundlichere Fahrzeuge zu investieren.
Der geringere Verbrauch bei Hybridfahrzeugen ist das ausschlaggebende Kriterium, fragt man die Autofahrer nach der interessantesten Art eines Hybridantriebs. Jeweils 37,9 Prozent würden sich für ein Hybrid mit geringerem Verbrauch und gleicher bzw. besserer Beschleunigen als bei einem herkömmlichen Motor entscheiden. "Und das ist genau das, was der Hybridantriebe bestens kann und eine klare Stärke ausmacht", erklärte Dr. Neumann. Mehr als die Hälfte aller Autofahrer geht davon aus, dass sich der Kauf eines Hybridfahrzeugs nach etwa drei Jahren amortisiert hat. "Überrascht haben mich hier die US-Amerikaner: mit 53,9 Prozent der Befragten gehen sie davon aus, dass sich der Kauf bereits nach zwei Jahren rechnet", so Dr. Neumann weiter. "Interessant ist auch die Aussage der Franzosen: 28,5 Prozent behaupten, dass sich die Anschaffung eines Hybridfahrzeugs nicht rechnen muss, sondern dass es vorrangig auf den Umwelt- und Klimaschutz ankommt." Mit der rasanten Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterietechnologie - auch durch Continental - rücken zunehmend Elektroautos ins Blickfeld. Ein ausschließlich für den Stadtverkehr konzipiertes und völlig emissionsfreies Auto mit Batterien als Energiequelle können sich knapp die Hälfte aller Autofahrer (45,8 Prozent) "ganz bestimmt", "sehr wahrscheinlich" oder "eher wahrscheinlich" vorstellen. Die Schweizer, Österreicher und Deutschen liegen dabei im Durchschnitt. Erstaunlich hingegen ist die positive Einstellung der chinesischen Autofahrer. Mit 73,4 Prozent sehen gut drei Viertel diese Form des alternativen Antriebs sehr positiv - vermutlich auch als ein Mittel gegen die zunehmende Luftverschmutzung in ihren Städten. Dr. Neumann kündigte an, dass Continental detaillierte und länderspezifische Einzelheiten in absehbarer Zeit separat veröffentlichen und insbesondere seinen Kunden bei entsprechendem Interesse Daten zur Verfügung stellen wird.
Quelle: Continental |