| Automobilmarken |
| Elektro-Fahrzeuge |
| Elektro-Zweiräder |
| Hybrid-Fahrzeuge |
| Wasserstoff-Fahrzeuge |
| Nutzfahrzeuge |
| Antriebsstränge |
| Betriebsmodi |
| E-Maschinen |
| Energiespeicher |
| Fahrzyklen |
| Hybrid Einstufungen |
| Hybrid-Varianten |
| Leistungselektronik |
| Lexikon |
| Diesel ERAD 2008 |
|
|
|
Dieses Fahrzeug ist ein Prototyp. Es kann nicht gekauft werden!
Mit der Testreife der Diesel-ERAD-Hybridtechnologie hat Land Rover eines der ersten Diesel-Hybrid-Programme weltweit aufgelegt - eine Neuentwicklung, die speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse der britischen Traditionsmarke zugeschnitten ist. Herzstück des Antriebs ist ein emissionsarmer und besonders wirtschaftlicher Diesel, ein Integrierter Kurbelwellen-Starter-Generator (CISG), eine Lithium-Ionen-Batterien der neuesten Generation und nicht zuletzt einen Hinterachs-Elektroantrieb (ERAD-Electric Rear Axle Drive), der unter anderem die von Land Rover gewohnte große Bandbreite an Fähigkeiten sicherstellt.
Das in London präsentierte Forschungsprojekt gehört zu den umfassenden Vorhaben, mit denen Land Rover den Schutz der Umwelt vorantreiben will. Zusammengefasst hat das Unternehmen diese Initiativen unter dem Oberbegriff der "e_TERRAIN TECHNOLOGIES". Ziel der Land Rover-Ingenieure war, eine "parallele" Hybridanordnung zu schaffen, die perfekt mit Allrad- und Zweiradantrieb harmoniert. Wie bei allen parallelen Hybridlösungen sorgt auch hier entweder ein Elektromotor oder der Diesel für Vortrieb - bzw. eine Kombination aus beiden Aggregaten. Entwickelt wurde der Diesel-ERAD-Hybridantrieb im Rahmen eines Projekts zur Verringerung des CO2-Ausstoßes, das der "Energy Saving Trust" der britischen Regierung unterstützt.
Als Energiespeicher der Prototypen fungiert eine moderne Lithium-Ionen-Batterie, die im Kofferraum platziert ist und nicht mehr Platz als ein normales Reserverad beansprucht. Lithium-Ionen-Batterien sind nicht nur leichter als die heute in vielen Lösungen verwendeten Nickel-Metall-Hybrid-Einheiten, sie können auch mehr Energie speichern und schneller aufgeladen werden. Land Rover verwendet in seinen Testfahrzeugen spezielle Lithium-Ionen-Batterien mit dem Namen "Lithium NanoTitanate", die keinen Memory-Effekt kennen und besonders umweltfreundlich sind, da sie weder Schwermetalle noch giftige Materialien enthalten. Diese Batterien erzeugen 288 Volt und akzeptieren eine energiereiche Schnellladung, die in einem einzigen Ladevorgang zwölf Mal länger als eine vergleichbare Nickel-Metall-Hybrid-Batterie hält. Ein weiterer Beitrag zu weniger Verbrauch ist die elektrohydraulische Servolenkung der Freelander-Prototypen, die nur dann Druck aufbaut, wenn er auch wirklich benötigt wird und somit weniger Energie vom Motor verbraucht. "Terrain Response" weiter entwickelt Gekoppelt ist der Diesel-ERAD-Hybridantrieb mit einer Weiterentwicklung des von Land Rover erfundenen und vielfach prämierten "Terrain Response"-Systems: In seiner jüngsten Evolutionsstufe nutzt "Terrain Response" alle Vorteile der Hybridtechnologie und gewährleistet daneben wie gewohnt ein Maximum an Traktion und Sicherheit auf jedem Untergrund. In den Prototypen stehen fünf "Terrain Response"-Programme zur Verfügung: "Eco" als Standardmodus im Zweiradbetrieb, "Dynamic" in Zweirad- oder Vierradbetrieb sowie "Gras/Schotter/Schnee", "Schlamm" und "Sand" jeweils im Vierradbetrieb. In allen Modi entscheidet die Steuerung selbsttätig und flexibel über den besten Antriebsmix zwischen Diesel und E-Motor sowie über Zwei- oder Vierradantrieb.
Neben der Diesel-ERAD-Hybridlösung entwickelt Land Rover zahlreiche weitere Technologien, die den Ausstoß von Emissionen verringern und den Verbrauch senken. Ihre Markteinführung ist sukzessive in den kommenden Jahren vorgesehen. Den Anfang macht im kommenden Jahr eine Stopp-Start-Automatik, die ab 2009 beim handgeschalteten Land Rover Freelander mit Dieselaggregat zur Serienausstattung zählen wird - gefolgt von vielen weiteren Innovationen, wie Hybridantrieben oder einer besonders ausgeprägten Leichtbauweise.
Quelle: Land Rover |