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| Namir 2009 |
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Dieses Fahrzeug ist ein Prototyp. Es kann nicht gekauft werden!
Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h und Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,5 Sekunden und von 0 auf 200 km/h in 10,4 Sekunden, die Namir zum schnellsten Hybridfahrzeug der Welt machen. Namir ist auch ein umweltfreundliches Fahrzeug. Das in Zusammenarbeit mit Frazer-Nash entwickelte Hybridsystem kombiniert einen 814 cm3 Verbrennungsmotor mit vier an jeweils einem Rad angeordneten Elektromotoren und garantiert eine Autonomie von 39 km per Liter und einen Rekord-CO2–Ausstoß von weniger als 60 Gramm pro km.
Namir ist nicht ausschließlich eine Stilübung zum Selbstzweck, sondern ein komplettes Projekt, dessen einzelne Phasen vom Turiner Unternehmen konzipiert und umgesetzt wurden: Fahrgestell, Karosserie, Mechanik und Layout wurden von der Engineering Abteilung konstruiert und realisiert, das Außen- und Innendesign wurde vom Centro Stile (Designzentrum) von Italdesign Giugiaro entworfen, während die Elektrik und Elektronik in Zusammenarbeit mit Frazer-Nash entwickelt wurde. Der Prototyp wurde vollständig in den Werken in Italdesign Giugiaro gebaut.
Der Allradantrieb ist vollkommen elektrisch, ebenso die Kraftübertragung. Eine Software steuert die in Abhängigkeit der Fahrweise und der Fahrbahnbedingungen für den Antrieb nötige Leistung, wobei alle elektronischen Kontrollsysteme implementiert sind, die auch bei Serienfahrzeugen im Einsatz sind: ABS, Traktionskontrolle, Stabilitätskontrolle. Das Antriebssystem und die Anordnung der Motoren und Batterien, von Italdesign Giugiaro in Zusammenarbeit mit Frazer-Nash konzipiert, haben ermöglicht, das Concept Car auf einen Radstand von 2630 mm auszulegen, was für ein Fahrzeug mit Mittelmotor ideal ist.
Beim Anblick des Frazer-Nash Namir by Giugiaro fallen sofort die stark ausgeprägten sportlichen Eigenschaften ins Auge. Das Zweisitzer-Coupé ist durch ein schnittiges, klares Layout gekennzeichnet, dessen aggressiver Charakter durch die sauberen und kantigen Linien und die chromatischen Kontraste des sonnigen Orangetons der Karosserie und der Farbe schwarz der Scheiben und der Abdeckungen der Lufteinlässe unterstrichen wird eine Kombination, die einen an den Tiger erinnert. Das Leitmotiv des Designs ist ein Diamant, die bei jeder Ansicht des Concept Cars in den Stilelemente wiederzufinden ist und die vom historischen Logo des legendären englischen Automobilherstellers, das die vordere Motorhaube ziert, inspiriert wurde, begleitet vom klassischen roten G, dem Kennzeichen aller von Giugiaro entworfener Prototypen, das in der Mitte des Kühlergrills prangt.
Die Vorderansicht lässt die Rennambitionen des Fahrzeuges erahnen: die aggressive, durch die abfallende V-Form des mittleren Bereiches betonte Kontur, der großflächige Lufteinlass im Design des Kühlergrills, die Form der konvergenten Scheinwerfer, die in das Motiv der in Bezug auf den "adlerschnabelförmigen" Verlauf der Motorhaube hoch liegenden Kotflügel eingebunden sind, gefertigt in einem Carbonfaser Stück, während der Rest in Aluminium zusammen gesetzt ist. Von besonderer, sowohl struktureller als auch optischer Bedeutung ist die äußerst großflächige Windschutzscheibe. Die V-Form der Verglasung dringt bis zur Mitte der vorderen Motorhaube vor und verlängert dadurch ideell deren geometrisches Motiv auf dem Dach und entlang der Seitenwände, an der Unterseite sind Solarzellen, die die Klimaanlage antreiben. Die ästhetische Kontinuität wird bei geschlossenem Fahrzeug deutlich: Die Verglasung erstreckt sich von der Motorhaube über den Kopf von Fahrer und Beifahrer nach oben, um dann seitlich über die Türen mit Scherenöffnung
zu den hinteren Rädern hin abzufallen und in den großen, in derselben Farbe gehaltenen Lufteinlässen zusammenzulaufen. Die Gürtellinie entspringt am Vorderrad und verläuft steigend zum hinteren Kotflügel, wobei sie die Glasfläche in einem ständigen Spiel von sich ineinander fügender Volumina und Farbkontrasten diagonal durchschneidet. Die Scheinwerfereinheiten entsprechen modernsten Standards: für das Abblendlicht und die Fernlichtscheinwerfern kommen die Bi-Xenon-Lampen zum Einsatz. Für die Fahrtrichtungsanzeiger, das Positionslicht und das Bremslicht wird Voll-LED-Technik verwendet. Die Leuchten ändern ihre Farben je nach der Funktion, die man einschaltet. Die hintere Motorhaube ist durch sehr kantige Linien gekennzeichnet, die sich vom Dach zum Heck hin verjüngen, wo die Schlitze zur Wärmeabfuhr den Anfangsbuchstaben “M” von Namir formen. Im Überhang wurde ein Kofferraum mit über 400 Litern Fassungsvermögen gewonnen, in dem bequem vier Koffer Platz finden. Das Heck endet mit einer kleinen Flosse, die zum Abtrieb des Fahrzeuges beiträgt, dessen stilistisches Thema auch durch den von der F1 abgeleiteten, unteren Spoiler zum Ausdruck gebracht wird.
Namir ist mit 20 Zoll OZ Felgen, Brembo Bremsanlage und einer Bereifung Vredestein Ultrac Sessanta zu 245/40 vorne und 275/40 hinten ausgestattet. Bei der Gestaltung des Cockpits stand Nüchternheit im Mittelpunkt, umeinen luftigen, weiten und komfortablen Raum zu schaffen. Für die Bedienvorgänge und die Bordinformationen wurden drei Touchscreen-Monitore konzipiert, welche die Kreativität und die Erfahrung von Italdesign Giugiaro mit der Expertise von Frazer-Nash auf dem Gebiet der Elektronik vereinen. Die drei Bildschirme mit Touchscreen-Technologie sind hinter dem sechseckigen Lenkrad angeordnet, auf dem die Bedienelemente für das Infotainment Platz finden. Der mittlere Monitor enthält Tachometer, Drehzahlmesser und Reisedaten, der rechte Monitor Informationen zum Satellitennavigationssystem, zur HiFi-Anlage und zur Klimaanlage sowie die entsprechenden Einstellungen, während der linke Monitor technischen Informationen gewidmet ist, wie dem Ladezustand der Batterien, dem Füllstand des Tanks, der Innen- und Außentemperatur und verschiedenen Alarmmeldungen. Durch einfache Berührung ist es außerdem möglich, die Cruise Control (Tempomat), die Leuchten und Scheinwerfer, die Scheibenwischer und die elektrisch verstellbaren Außenspiegel zu betätigen. Die für die Sitze und die Armaturentafel verwendeten, hochwertigen Materialien Leder und Alcantara bilden einen angenehmen Kontrast zu den technischen Materialien der Tragstrukturen wie Plexiglas und satiniertem Stahl, so dass ein technologisches, gleichzeitig aber warmes und behagliches Ambiente entsteht. Die Rohrstruktur, die die beiden Sitze trennt und auf Höhe der Rückenlehne gekrümmt ist, um am Dach zu enden, integriert Ledertaschen, die als Ablagefach dienen, und Plexiglas-Ausströmer der Klimaanlage, die ähnlich einiger MP3-Player über einen Touch Ring zur Einstellung von Luftleistung und Temperatur verfügen. Die Sitze wurden in Zusammenarbeit mit Sabelt realisiert und sind von der typischen Sitzposition in Rennwagen inspiriert, wurden aber überarbeitet, um sich harmonisch in die Gestaltung des Innenraums einzufügen. Das Centro Stile konnte dabei auf seine jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet des Industrial Designs zurückgreifen, so dass zwei minimalistische, aber ergonomische, technologische und sehr bequeme Sitze entstanden sind.
Quelle: Giugiaro |