| Automobilmarken |
| Elektro-Fahrzeuge |
| Elektro-Zweiräder |
| Hybrid-Fahrzeuge |
| Wasserstoff-Fahrzeuge |
| Nutzfahrzeuge |
| Antriebsstränge |
| Betriebsmodi |
| E-Maschinen |
| Energiespeicher |
| Fahrzyklen |
| Hybrid Einstufungen |
| Hybrid-Varianten |
| Leistungselektronik |
| Lexikon |
| Flextreme 2007 |
|
|
|
Dieses Fahrzeug ist ein Prototyp. Es kann nicht gekauft werden!
Der Flextreme greift die neue Opel-Formensprache auf, die beim Genfer Salon mit dem GTC Coupé debütierte, und geht noch einige Schritte weiter: Mit gegenläufig öffnenden Türen, die für einen bequemen Zugang zum Innenraum sorgen (FlexDoor®), einem großen transparenten Dach und zwei seitlich nach oben öffnenden Heckklappen setzt die Studie die Opel-Tradition besonders flexibler und praxisorientierter Karosseriekonzepte in attraktivem Design fort.
Opel hat für die IAA FlexLoad®, passend zum Elektroantrieb des Flextreme, diese Besonderheit integriert: Unter der Klappe befinden sich zwei innovative Elektroroller der Firma Segway®. Für ihre mobile Garage wurden die wendigen High-Tech-Gleiter geringfügig modifiziert, wesentlicher Unterschied ist die teleskopartig einfahrbare Lenkstange. Außerdem wurden im FlexLoad®-Fach zwei Docking-Stationen integriert. Über diesen Anschluss können die Batterien der Segways zusammen mit den Fahrzeugbatterien aufgeladen werden.
Einen Ausblick darauf, wie emissionsarme Mobilität mittelfristig aussehen kann, gibt der Antrieb des Flextreme. Er basiert auf der elektrischen Fahrzeugarchitektur E-Flex von General Motors und fährt stets elektrisch. Als Energiequelle dient eine Lithium-Ionen-Batterie, zusätzlichen Strom liefert im Flextreme bei Bedarf ein 1,3 Liter großer CDTI-Dieselmotor. Dieses Aggregat ist nicht mit den Rädern verbunden und nur an Bord, um gegebenenfalls Strom zu erzeugen und damit die Reichweite zu erhöhen, wenn keine Auflademöglichkeit verfügbar ist. Bei dem Dieselmotor der Studie kommt neueste Technologie zum Einsatz, die hilft, die Abgas- und Geräuschemissionen weiter zu reduzieren: Der Verbrennungsvorgang wird mit Hilfe der zylinderdruckbasierten Closed-Loop-Technologie gesteuert. Nach dem europäischen Fahrzyklus (ECE R101) für Plug-In-Elektroautos sind für den Flextreme Emissionswerte von weniger als 40 g/km CO2 zu erwarten.
Kennzeichnend für die Karosserie des Flextreme sind die neuen Elemente der Opel-Formensprache: deutlich skulpturhaftere Ausformung der Oberflächen, klare Stilelemente wie die schmalen, durch ihre Bumerangform gekennzeichneten Leuchten und die Kiemen-förmige Sicke in der Seitengrafik. Verwirklicht wurde der 4.796 Millimeter lange Flextreme zudem unter dem technischen Oberbegriff Effizienz: Ob bei Gewicht oder Aerodynamik, stets wurde nach Lösungen gesucht, um den höchsten Nutzen mit einem möglichst geringem Aufwand zu erreichen.
Entstanden ist eine Vielzahl innovativer Lösungen. Dank der extrem weit nach vorn gezogenen Frontscheibe ist die Motorhaube mit ihrer charakteristischen Bügelfalte sehr kurz. Prominentes Detail ist hier eine Steckdose, über die eine externe Stromquelle zum Aufladen der Batterien des Elektroautos angeschlossen werden kann. Bei genauem Hinsehen fällt auf, dass der Kühlergrill mit den Marken-Erkennungszeichen Blitz und Chromspange mit einer transparenten Polycarbonat-Verkleidung abgedeckt wurde. Das verbessert die aerodynamischen Eigenschaften und wahrt die ästhetischen Ansprüche. Gleiches gilt für die speziellen Leichtmetallräder, die ebenfalls transparent verkleidet sind. Der optische Eindruck der Räder bleibt so erhalten, störende Luftverwirbelungen werden dagegen vermieden.
Eine Art von optischer Täuschung wie die Radkappen stellen auch die großen, bumerangartig gebogenen vorderen Leuchteinheiten dar. Die Designer setzen damit ein Thema, das mit dem GTC Concept auf dem Genfer Salon debütiert hatte, auf einer neuen Ebene fort. Die vertikalen Leuchten wirken, als würden sie den vorderen Stoßfänger durchtrennen. Die bumerangartig geformten Hightech-LED-Leuchteneinheiten umfassen eine Leichtbau-Querstrebe, Nebelscheinwerfer und einen Lufteinlass zur Bremskühlung, der im Gegensatz zu aktuellen Trends eher klein ausfällt. Das Spiel mit den Erwartungen des Betrachters setzt sich auch bei den Heckleuchten fort. Denn auf den ersten Blick scheint das Konzeptauto gar keine zu besitzen. Die ebenfalls schwungvoll gebogene hintere Beleuchtung ist vollständig in die Heckklappe integriert und unter deren Glas verborgen.
Wie alle anderen Fenster und ein Großteil des Daches besteht die Frontscheibe aus besonders leichtem Polycarbonat. Die Panoramafrontscheibe des Flextreme sorgt für ein luftig-großzügiges Innenraumgefühl und reicht über einen weiten Teil des Dachs. Dieses wird von einem Rückgrat aus Verbundmaterial verstärkt, das bis zum hinteren Stoßfänger reicht. Ungewöhnlich wie das gesamte Fahrzeug ist auch der Zugang zum FlexLoad®-Gepäckraum: Zwei wie Schmetterlingsflügel angeordnete Heckklappen das Gepäckabteil und schwenken einzeln zur Mitte nach oben. Der praktische Vorteil: Der Flextreme lässt sich bequem von der Seite aus beladen, selbst wenn er unmittelbar an einer Mauer steht oder ein anderes Auto direkt dahinter parken sollte.
Eine weitere herausragende Flextreme-Innovation sind die patentierten FlexDoor®-Türen für Fahrer und Passagiere: Die vorderen Türen sind – wie üblich – vorn angeschlagen, die Türen zum Fond jedoch hinten. Da gleichzeitig auf den mittleren Dachpfosten verzichtet wurde, ergibt sich beim Öffnen beider Türen einer Seite ein großer freier Durchstieg. So fällt zum Beispiel jungen Eltern das Angurten des Nachwuchses auf Kindersitzen im Fond viel leichter als bei herkömmlichen Türen. Wo immer möglich, wurden bei der Konstruktion Elemente aus Honigwaben-Strukturen eingesetzt, die sich durch geringes Gewicht bei hoher Steifigkeit auszeichnen. Im Innenraum findet sich diese funktional-geometrische Struktur an mehreren Stellen: im unteren Bereich der Instrumententafel, im Innenraum- und Laderaumboden sowie auf der Abdeckung der Lithium-Ionen-Batterien, die sich unter dem Mitteltunnel verstecken.
Blickfang im Interieur ist das Panoramadisplay (Format: 1,20 m x 0,10 m) direkt unterhalb der Frontscheibe. Seine Anzeigefelder lassen sich frei konfigurieren. Sie können beispielsweise ein Rundumbild von der Umgebung des Fahrzeugs liefern, denn statt Außenspiegel besitzt der Flextreme zwei seitliche Kameras sowie eine nach vorn gerichtete Kamera und eine Rückfahrkamera. Alternativ können die Displays auch Informationen über das Auto oder das Infotainment-System zeigen. In der Mittelkonsole findet sich ein zweites Display mit Touchscreen-Bedienung. Oben sitzen programmierbare Tasten, deren Ein-Knopfdruck-Bedienung an die Shortcut-Funktion von Computern erinnert. Sie erleichtern den Zugang zu den diversen intuitiv zu bedienenden Menüs, mit denen sich Klimatisierung, Kommunikation/Infotainment und Navigation regeln lassen. Die Tasten sind frei programmierbar und können daher an neue Infotainmentgeräte angepasst werden. Noch etwas tiefer ist das Schaltschema des Flextreme platziert, das neben der Fahrstufe D für die Vorwärtsfahrt noch die beiden Positionen P (Parken) und R (Rückwärtsfahren) kennt. Eingelegt werden die Gangstufen ebenfalls sehr bequem per Touchscreen-Bedienung.
Quelle: Opel |