|
Die elektrischen Komponenten
sind mit unterschiedlichen Basisgetrieben kombinierbar. Das GETRAG PowerShift® Getriebe ermöglicht die Anbindung
der E-Maschine auf mehrere Arten. Außer der Anordnung der E-Maschine zwischen Motor und
Getriebe kann die E-Maschine bei einem Doppelkupplungsgetriebe
mit einem oder - schaltbar - mit beiden Teilgetrieben gekoppelt werden. Dieses als
„Torque-Split“ Hybrid bezeichnete System eröffnet zusätzliche Freiheitsgrade in der Betriebsstrategie, da der Motor
und die E-Maschine mit unterschiedlichen Drehzahlen und damit in ihren jeweiligen
wirkungsgradoptimalen Arbeitsbereichen arbeiten können.

Dadurch lässt sich der Aufwand für den elektrischen Speicher reduzieren und die Reichweite vergrößern.
Beim „Torque-Split“ Hybrid sollte eine hoch drehende E-Maschine verwendet werden, da sie bei gleicher
Leistung leichter als eine E-Maschine ist, die mit der Drehzahl des Verbrennungsmotors läuft. Durch eine
geeignete Wahl der Übersetzung bei der Ankopplung der hoch drehenden E-Maschine lässt sich der Drehzahlbereich
der E-Maschine einfach an den eines Diesel- oder Ottomotors anpassen.
Der große Vorteil
dieser Variante ist, dass der herkömmliche Antriebsstrang. Als Basis für diese
„Torque-Split“ Hybridlösung dient ein GETRAG PowerShift® Getriebe (hier ein 6-Gang
DCT mit 250Nm Drehmomentkapazität und trockener Doppelkupplung).
Ein separater Motorgenerator (SMG) wurde achsparallel zum Getriebe angeordnet
und durch eine neuartige elektromagnetische Schalteinheit (EMAGS) mit einem der beiden Teilgetriebe des
Doppelkupplungsgetriebes verbunden. Dadurch sind unterschiedliche Übersetzungen für die Anbindung der E-Maschine wählbar, wodurch sich die E-Maschine auf
einem optimalen Betriebsbereich halten lässt und bei Bedarf abkoppelbar ist. Dies ergibt einige bedeutende Vorteile: Die Full Hybrid
Funktionalität ist mit nur einer E-Maschine möglich (Boosten,
Rekuperieren, rein elektrisch Fahren), da die elektrische Leistung unabhängig von der Größe
des Verbrennungsmotors ist. Der Betrieb von Verbrennungs- und E-Motor ist auf verschiedenen Drehzahlniveaus
möglich, was jeweils optimale Betriebspunkte zulässt und sich verbrauchssenkend auswirkt. Es werden leichtere und weniger komplexe elektrische Komponenten
eingesetzt und es gibt viele Gleichteile zur nicht hybridisierten Variante des Getriebes.
Der separate Motorgenerator (SMG) hat bauartbedingt große Vorteile gegenüber anderen Konzepten. Durch
die achsparallele Anordnung zum Getriebe ist es möglich, unterschiedliche Übersetzungsverhältnisse in
der Anbindung ans Getriebe zu wählen und so Hochdrehzahlkonzepte zu verwirklichen und eine einfache
Abkopplung vom mechanischen Antriebsstrang zu realisieren. Dies optimiert die Betriebspunkte für den Motor
und erhöht gleichzeitig die Lebensdauer. Das Spitzendrehmoment ist über die aktive Länge der Maschine (50-200mm) skalierbar und reicht von 70-
120 Nm.
Die Leistungselektronik stellt das Bindeglied zwischen Batterie und Elektromotor dar. Die Regelung des Drehmomentes
der E-Maschine wird mit dem Inverter und die Versorgung des 14V-Bordnetzes mit dem
DC/DCWandler sichergestellt. Die Steuergerätearchitektur basiert auf der bewährten
BOSCH - Motorsteuerung. Die Einbindung in das Sicherheitskonzept des Fahrzeugs erfolgt über eine Spannungs- und Drehmomentüberwachung
im Mikrocontroller des Inverters. Durch die hohe Leistungsdichte der integrierten Leistungselektronik
(Inverter+DC/DC-Wandler) wird die Anzahl der Schnittstellen reduziert und damit eine einfache Fahrzeugapplikation ermöglicht.
Hauptvorteile
- Konventionelles Getriebe mit höchstem
Wirkungsgrad
- Große Getriebespreizung und flexible
Gangstufung
- Permanentmagnet Synchronmaschine mit
Hochdrehzahlkonzept steigert die Leistungsdichte gegenüber
konventionellen E-Maschinen
- Große Anzahl an Betriebsmodi bietet
Optimierungspotential für Verbrauch und auch für Sportlichkeit
- Modularer, flexibler Aufbau für
konventionelle und hybridisierte Systeme möglich
Quelle:
GETRAG / BOSCH
|