Ein Mild-Hybrid Antriebsstrang setzt zumindest eine E-Maschine mit einer Leistung von ca. 10 -15kW ein, um somit bei Bremsvorgängen einen Großteil der kinetischen Energie des Fahrzeugs durch den Hybridmodus Rekuperation in der Hochvolt-Batterie zu speichern. Je nach Ausprägung des Mild-Hybridfahrzeugs kann auch eine zweite E-Maschine zum Einsatz kommen.

Der elektrische Aufbau eines Mild-Hybrid Antriebes ist im nachfolgenden Bild dargestellt.

Aufbau Leistungselektroniktopologie Mild-Hybrid

Aus Kostengründen wird beim Mild-Hybrid zumeist auf den konventionellen Anlasser und auf die herkömmliche Lichtmaschine verzichtet, daher muss das 12V Bordnetz über einen bidirektionalen DC/DC-Wandler versorgt werden.

   

 

 

Die Hochvolt-Batterie von Mild-Hybridautos hat einen Spannungsbereich von ca. 42-150V. Der Pulswechselrichter wird nahezu ausschließlich als B6-Brücke mit einem Spannungszwischenkreis ausgeführt. Als Leistungshalbleiter werden MOSFETs für Spannungsbereiche bis ca. 120V eingesetzt, darüber werden automotive taugliche IGBTs (Insulated Gate Bipolar Transistor) verwendet.

Allgemeiner Überblick der Mild-Hybrid Leistungselektroniktopologie:

Elektronische Komponenten Mild-Hybrid B6-Brücke, Pulswechselrichter

 

Am Beispiel des Honda Civic IMA 2006 wird beispielhaft die Leistungselektroniktopologie von einem Mild-Hybridfahrzeug dargestellt.:

Leistungselektroniktopologie am Beispiel des Honda Civic IMA 2006

Die Ströme in Prototypfahrzeugen kann man am Besten mit hochgenauen und dynamischen Strommeßzangen erfassen. Potentialfreie Strom-Meßzangen