Mazda RX8 Hydrogen RESeit März 2006 sind mehrere Exemplare des Mazda RX-8 mit wasserstoff- und ottokraftstoff- fähigen Kreiskolben-Motoren als Firmenleasing- Fahrzeuge in Japan unterwegs. Jetzt kommt das Wasserstoff-Fahrzeug auch nach Europa und präsentiert sich auf der Energiemesse ONS2006 im norwegischen Stavanger ab dem 22. August 2006 der Öffentlichkeit.  Hierbei stellt der RX-8 Hydrogen RE zum ersten Mal auch seine Straßentauglichkeit außerhalb von Japan unter Beweis.

Wasserstoff- und Kreiskolbenmotor gehören für Mazda seit 15 Jahren zusammen. Schon die Konzept- Studie HR-X, die Mazda 1991 anlässlich der Tokyo Motor Show vorstellte, kombinierte den Kreis- kolbenmotor mit der Verbrennung von Wasserstoff. Wasserstoff tanken mit dem Mazda RX 8 Hydrogen RE Durch seine einzigartige Technik liefert er die Basis für die Entwicklung eines umweltfreundlichen Antriebs der Zukunft. Eine Entwicklung und die Erforschung neuer Energien zur Sicherung der Mobilität künftiger Generationen stehen für Mazda weit oben auf der Agenda. 

Der Mazda RX-8 Hydrogen RE ist die logische Folge der stetigen und intensiven Arbeit mit einer ganzen Reihe wasserstoffgetriebener Prototypen seit den frühen neunziger Jahren.

   

 

 

Wankelmotor Mazda RX8 Hydrogen REDie RX-8 Hydrogen RE Fahrzeuge, die jetzt über Japans Straßen rollen, stammen in direkter Linie von diesem Prototypen ab. Als weltweit erster Hersteller kombiniert Mazda bei diesen Fahrzeugen eine Wasserstoffverbrennung mit einer herkömm- lichen Benzineinspritzung. 

Das neue „Dual-Fuel-System“ ermöglicht somit wechselweise den Gebrauch von Wasserstoff oder Benzin in einem Motor und erhöht dadurch die Alltagstauglichkeit des Wasserstoffantriebs.

Durch diese Alltagstauglichkeit war es Mazda möglich, zu Beginn dieses Jahres erste Fahrzeuge an Leasingkunden aus Verwaltung und Industrie auszuliefern. Diese Art der Nutzung liefert Mazda wertvolle Erkenntnisse für die weitere Entwicklung wasserstoffgetriebener Fahrzeuge.

 

Obwohl der Wasserstoff-Kreiskolbenmotor im Zentrum der Entwicklung bei Mazda steht, hat das Unternehmen parallel immer auch Brennstoffzellen-Fahrzeuge erforscht und weiterentwickelt. Brennstoffzellen, die ihre elektrische Energie aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und dem Sauerstoff der Umgebungsluft erzeugen, sind effizienter als Motoren, die Wasserstoff verbrennen. Der in der Brennstoffzelle erzeugte Strom wird über Elektromotoren direkt zum Antrieb genutzt. Als Abfallprodukt entsteht nur Wasser. Im Verbrennungsmotor wird Wasserstoff wie Benzin in einer Brennkammer explosionsartig verbrannt und treibt damit den Rotor des Kreiskolbenmotors an. Auch hier entsteht als Abfallprodukt Wasser.

Akihiro Kashiwagi, der Leiter der Wasserstoff-Motorenentwicklung bei Mazda, sieht hier einen der Vorteile der Wasserstoffverbrennung. „Der Wasserstoff-Kreiskolbenmotor ist strukturell eng mit einem Benzinmotor verwandt. Folglich ist er ähnlich günstig herzustellen und zu unterhalten“, erläutert der Techniker. „Gerade in der Anfangszeit der Wasserstoffantriebe bietet der Wasserstoff-Wankel mit dem innovativen Dual-Fuel-System erhebliche Vorteile gegenüber der Brennstoffzelle. Unter normalen Umständen fährt der Wagen emissionsfrei mit Wasserstoff. Durch die Möglichkeit, alternativ auch Benzin zu verbrennen, steigt der Nutzwert, weil man auch abseits des noch dünnen Wasserstoff-Tankstellennetzes unterwegs sein kann. Diese Möglichkeit bietet eine Brennstoffzelle nicht,“ so Kashiwagi weiter.

Lesen Sie hier Teil 2 der Beschreibung

Quelle: Mazda