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| Touareg Hybrid 2009 |
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Volkswagen wird die nächste Generation des Touareg parallel zu den reinen Benzin- und Diesel-Varianten auch als Hybrid-Version auf den Markt bringen. Durchschnittsverbrauch: weniger als 9,0 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern. CO2-Emissionen: unter 210 g/km. Einen ersten Ausblick auf die künftig im Touareg eingesetzte Vollhybrid-Technologie liefert nun erstmals ein seriennaher Prototyp. Die konzeptionelle Basis des Versuchsträgers bildet dabei die aktuelle Generation des SUV. Antriebsseitig indes entspricht der Wagen bereits in weiten Teilen dem künftigen Touareg Hybrid. Der wird von einem neuen V6 TSI – ein per mechanischem Kompressor aufgeladener Benzin-Direkteinspitzer modernster Bauart – und einem Elektromotor angetrieben. Als Getriebe kommt eine neu entwickelte 8-Gang-Automatik zum Einsatz.
Dieses Fahrzeug ist ein Prototyp. Es kann nicht gekauft werden!
Volkswagen setzt beim künftigen Touareg V6 TSI Hybrid auf einen Parallelhybrid-Antrieb. Der Geländewagen verfügt deshalb auch in dieser Version über einen leistungsfähigen, permanenten Allradantrieb. Der auffallend drehfreudige und agil ansprechende V6 TSI des Touareg Prototypen leistet bei 5.500 U/min 245 kW / 333 PS. Bereits ab 3.000 U/min schöpft er aus einem Hubraum von 2.995 cm3 ein maximales Drehmoment von 440 Newtonmetern. Dieser TSI bietet damit die Leistungswerte eines Achtzylinders, ist dabei aber deutlich sparsamer. Fest steht: Volkswagen wird das Prinzip des intelligenten Downsizings (weniger Hubraum plus Benzin-Direkteinspritzung plus Aufladung) mit dem neuen V6 erstmals von der weltweit erfolgreichen TSI-Vierzylinderklasse in die Kategorie der Sechszylinder transferieren. Und das mit Nachdruck. Hintergrund: Der dank Kompressor ohnehin sehr dynamische Drehmomentverlauf gewinnt durch den E-Motor besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten nochmals an Faszination, da das Drehmoment bei Bedarf quasi aus dem Stand heraus auf dem höchstem Niveau anliegt – ein dynamischer Nebeneffekt des auf Effizienz ausgelegten Systems. Zur weiteren Erhöhung dieser Effizienz kommt im V6 TSI des Touareg Hybrid zudem eine schaltbare Motorwasserpumpe zum Einsatz, die ein sehr schnelles Aufheizen des Motors gewährleistet; die Pumpe ist in das Gesamtwärmemanagement des Fahrzeugs integriert.
Im Vergleich zu einem konventionellen SUV gleicher Größe ergibt sich durch das Hybrid-Konzept im Stadtverkehr eine Verbrauchs einsparung von mehr als 25 Prozent. Während des kombinierten Betriebs aus Stadt-, Landstraßen- und Autobahn-Fahrten haben die Entwicklungsingenieure eine durchschnittliche Einsparung von 17 Prozent ermittelt. Im wesentlichen sind es vier Parameter, über die der Volkswagen Prototyp diese Verbrauchssenkung realisiert: Das Start-Stopp-System: Das in das Antriebssystem integrierte Start-Stopp-System reduziert besonders im urbanen Bereich signifikant den Kraftstoffverbrauch. Die Bremsrekuperation: Beim Bremsen gewinnt der in diesem Fall als Generator arbeitende E-Motor Energie zurück, die in der Hochvolt-Batterie (NiMH-Batterie) zwischengespeichert wird. Der E-Motor gewinnt damit einen Teil seiner Antriebsenergie selbst, wobei die Rekuperations leistung der E-Maschine über den Bremspedalweg geregelt wird. Der E-Motor: Das elektrische Fahren bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h reduziert ebenfalls besonders im Stadtverkehr den Verbrauch. In diesem Fall ist der V6 TSI abgeschaltet und über eine Trennkupplung vom Getriebe abgekoppelt. Der Touareg V6 TSI Hybrid ist dabei absolut emissionsfrei unterwegs. Strom fließt in diesem Modus von der Batterie über die Leistungselektronik samt Pulswechselrichter zum E-Motor. Es ist in Bezug auf die spätere Serienversion geplant, das rein elektrische Fahren auch über eine spezielle E-Taste zu ermöglichen.
Volkswagen hat für den Einsatz im Touareg einen Parallelhybrid-Antrieb gewählt. Im Gegensatz zu anderen möglichen Hybrid-Systemen sind damit sowohl die Offroad-Eigenschaften als auch die uneingeschränkte Dauersteigfähigkeit gewährleistet. Mit einer maximalen Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen empfiehlt sich der Touareg V6 TSI Hybrid zudem als ideales Zugfahrzeug. Darüber hinaus bietet der Parallelhybrid bei Überland- und Autobahnfahrten einen besseren Wirkungsgrad als alter native Hybrid-Konzepte. Die Antriebseinheit selbst besteht im wesentlichen aus dem V6 TSI, dem ebenfalls ideal für den Hybrid- und Zugfahrzeugeinsatz geeigneten 8-Gang-Automatikgetriebe und dem zwischen Verbrennungsmotor und Automatik integrierten Hybrid-Modul. Letzteres wiegt 55 Kilogramm. Das kompakte Modul beinhaltet – in einem Gehäuse – die dem V6-Motor nachgeschaltete Trennkupplung und den E-Motor. „Dirigiert“ wird das Zusammenspiel der Komponenten von einem Hybrid -Manager. Dieses Multitalent wurde im Motorsteuergerät inte griert und kommuniziert über die CAN-Bus-Leitungen unter anderem mit dem Automatikgetriebe, der Hochvolt-Batterie und der so genannten Leistungselektronik, die den Elektromotor regelt. Letztere managt auch den Energiefluss zwischen Elektromotor und Batterie. Über den DC/DC-Wandler sorgt die Leistungselektronik zudem dafür, dass das 12V-Bordnetz via E-Maschine oder die Hochvolt-Batterie versorgt wird. Je nach Ladezustand der Batterie (Kapazität: 6 Ah), der Fahrzeuggeschwindigkeit und weiteren fahrzeugspezifischen Parametern wählt der Hybrid-Manager nach sekundenschneller Analyse aller Signale automatisch den idealen Betriebsmodus aus.
Den Job des Starters übernimmt derweil der E-Motor. Und dieser Job ist besonders anspruchsvoll, da vor allem der Neustart des V6 TSI beim Wechsel zwischen den Betriebsmodi während der Fahrt ausgesprochen komfortabel sein muss. Und so funktioniert es: Sobald der Motor wieder gestartet werden soll, wird die Wandlerüberbrückungskupplung des Getriebes in die Position „Schlupf“ gebracht und die Drehzahl der E-Maschine auf einen vom Getriebesteuergerät vorgegebenen Sollwert erhöht. Erst dann erhält das Motorsteuergerät die Erlaubnis zur Betätigung der Trennkupplung. Über das nun folgende Schließen der Kupplung wird der V6 TSI durch die E-Maschine „hochgeschleppt“ und, sobald die Füllung der Zylinder die Darstellung des Solldrehmomentes ermöglicht, über die Freigabe von Einspritzung und Zündung gestartet. Das Drehmoment der E-Maschine wird dabei entsprechend des aktuell von der Trennkupplung übertragenen Drehmomentes während des Anschleppvorganges erhöht und – nach dem Start des Verbrennungsmotors – analog zu dessen Drehmomentanstieg wieder reduziert. Ist der Kraftschluss an der Trennkupplung eingestellt, so wird die Wandler überbrückungskupplung wieder geschlossen. Klingt kompliziert, ist kompliziert, funktioniert aber hervorragend, da der Fahrer von all dem kaum etwas spürt. Und so soll es sein.
Quelle: Volkswagen |