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| Mercedes-Benz Vito E-CELL 2010 |
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Dieses Fahrzeug ist ein Prototyp. Es kann nicht gekauft werden!
Belieferungen von Innenstädten und Fußgängerzonen, Fahrten durch Gebiete mit strengen Einfahrbestimmungen, innerbetrieblicher Verkehr in Hallen, Zufahrten durch Tiefgaragen - der abgasfrei und leise fahrende Mercedes-Benz Vito E-CELL gibt mit seinem rein batterieelektrischen Antrieb die passende Antwort auf die Frage nach dem Lieferverkehr in umweltsensiblen Gebieten. Dabei kann der Vito E-CELL seine Transportaufgaben nicht nur in abgasbelasteten Zonen, sondern auch in lärmgeschützten Bereichen wie in Kurgebieten oder durch nächtliche Fahrverbote geschonte Wohngegenden ausführen.
Zusätzlich ist der Vito E-CELL deutlich günstiger unterwegs. Vergleicht man den aktuellen Dieselpreis mit den Stromkosten, ergibt sich der Faktor vier bis sieben. Das bedeutet, ein verbrennungsmotorisch angetriebener Vito hat für die gleiche Fahrstrecke die vier- bis siebenfachen Kosten gegenüber einem Vito E-CELL, der mit günstigem Nachtstrom aufgeladen wurde. Experten sind sich sicher: Fahrzeugen mit Elektroantrieb gehört in Ballungsgebieten mit hoher Bevölkerungs- und Infrastrukturdichte sowie starker Belastung durch Abgase und Lärm die Zukunft. Als zusätzlicher Anreiz kommen das Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen und nicht zuletzt die Werbewirkung von "sauberen" Antrieben hinzu. Ein weiterer Treiber der Entwicklung von Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb ist die Schonung endlicher Ressourcen wie Öl und der politische Wunsch nach mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung. Mercedes-Benz hat als Pionier des Automobilbaus den Anspruch, die Mobilität der Zukunft mit innovativen Technologien zu sichern und nachhaltig zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei ökologisch verantwortbare Antriebstechnologien, wie sie bei Mercedes-Benz unter dem Begriff BlueEFFICIENCY zusammengefasst werden. Das klare Ziel ist das emissionsfreie Fahren und diesem Ziel ist Mercedes-Benz Vans mit dem Vito E-CELL ein Stück näher gekommen.
Der Vito E-CELL basiert auf einem reichen Erfahrungsschatz, den Mercedes-Benz auf dem Gebiet elektrischer Antriebe in den vergangenen Jahrzehnten angesammelt hat. Bereits 1972 entwickelte Mercedes-Benz mit dem LE 306 einen ersten Elektrotransporter. Bald darauf erfolgte mit dem Mercedes-Benz 307 E ein erster Großversuch. Ihm folgten mit dem Mercedes-Benz 308 E und dem Sprinter mit Elektroantrieb weitere Versuchsfahrzeuge, die unter realen Kundenbedingungen auch immer noch in Betrieb sind, u. a. auf der Nordseeinsel Helgoland. Der Schritt zu einer Serienfertigung scheiterte jedoch immer wieder durch die unzureichende Batterietechnologie. Sie beschränkte zusammen mit unzureichender Dauerhaltbarkeit sowohl die Nutzlast als auch die Reichweite in einer Weise, dass an einen professionellen Einsatz in größeren Stückzahlen nicht zu denken war. Diesen Weg eröffnen nun moderne Lithium-Ionen-Batterien mit ihrer hohen Leistungsdichte, unterstützt durch intelligente Ladestrategien und innovative Fahrstrategien, wie sie in der Vergangenheit noch nicht möglich waren. Der Konzern treibt die Entwicklung der neuen Batteriespeicher durch Forschung sowie Kooperationen mit Partnerunternehmen mit Nachdruck voran. Davon wird im Rahmen der kommenden Serienfertigung auch der Vito E-CELL profitieren.
Anstelle der gewohnten Vier- und Sechszylindermotoren des Vito und ihrer entsprechenden Nebenaggregate sind unter der Motorhaube des Vito E-CELL der Elektromotor und seine Peripherie untergebracht. Der E-Motor, eine permanent-erregte Synchronmaschine, erreicht eine Dauerleistung von 60 kW und eine Maximalleistung von 70 kW. Das höchste Drehmoment beläuft sich auf 280 Nm. Da bei Elektromotoren das volle Drehmoment konzeptbedingt bereits ab Start zur Verfügung steht, erzielt der Vito E-CELL dynamische Fahrleistungen auf dem gewohnt guten Niveau von modernen Dieselmotoren. Mit Blick auf das typische Einsatzgebiet des Vito E-CELL und zugunsten einer möglichst großen Reichweite der Batterien, ist die Höchstgeschwindigkeit des Transporters auf 80 km/h begrenzt.
Darüber hinaus kann der Vito E-CELL bei Bedarf ebenfalls über ein zusätzliches Ladekabel über ein 230-V-Stromnetz mit dem üblichen Schuko-Stecker geladen werden. Dies kann notwendig werden, sofern der Transporter über Nacht nicht an der vorgesehenen Ladestation steht. Die Ladezeit verdoppelt sich dann allerdings. Bestandteil der Konzeption des Vito E-CELL sind intelligente Ladetechniken zur Reduktion sowohl der CO2-Emissionen als auch der Kosten. So werden die notwendigen Ladezeiten einsatzabhängig zusammen mit den Kunden festgelegt. Der Vito E-CELL verfügt serienmäßig über eine Smart Charge Communication Unit (SCCU), die ein intelligent gesteuertes Laden des Fahrzeugs ermöglichen wird. So stellt sie sicher, dass innerhalb des definierten Zeitbereichs exakt dann geladen wird, wenn die jeweiligen Energieversorger "grünen" Strom in der Nacht zur Verfügung stellen. Dies reduziert die CO2-Emissionen in der Gesamtenergiebilanz des Vito E-CELL im Rahmen einer Betrachtung "Well to Wheel" nochmals drastisch, unabhängig von der Null-Emission des Fahrzeugs im Betrieb selbst. Ebenso können die Ladegeräte individuell durch den Fahrer am Multifunktionslenkrad und Kombiinstrument auf Zeiten eingestellt werden, in denen nicht nur umweltfreundlich erzeugter, sondern auch kostengünstiger Strom zur Verfügung steht. Dieses kann auch zentral durch den Disponenten am PC erfolgen. Die SCCU ermöglicht überdies das parallele Laden mehrerer Fahrzeuge in einem Unternehmen ohne Überlastung des Stromnetzes. Davon abgesehen ermöglicht das Laden der Batterien an der Ladestation oder der Steckdose im eigenen Betrieb faszinierende Perspektiven: Lästige Fahrten zur Tankstelle entfallen, bei geschickter Tourenplanung müssen weder Fahrer noch Fuhrparkleitung Gedanken an die Energieversorgung der Fahrzeuge verschwenden. Ebenso kalkulierbar ist auch die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge in Abhängigkeit vom Ladezustand der Batterien. Den Ladezustand und damit die zur Verfügung stehende Reichweite des Vito E-CELL kann etwa ein Disponent auf seinem Bildschirm abrufen und damit zielgenau festlegen, ob der jeweilige Transporter zum Beispiel kurzfristig eine zusätzliche Tour absolvieren kann. Mit all diesen intelligenten Steuerungsmöglichkeiten wird zunächst die Umwelt geschont und gleichzeitig der Kundennutzen in den sehr unterschiedlichen Betrieben und Einsatzverhältnissen individuell optimiert. Im gleichen Zug verringern diese komplexen Steuerungen die Belastung der Batterie soweit als möglich und steigern damit die Lebensdauer der Akkus. Basis des Vito E-CELL ist der lange Mercedes-Benz Vito mit Normaldach. Der große Achsabstand von 3200 mm bietet den notwendigen Freiraum unter dem Boden für die Traktionsbatterien. Der Vito E-CELL bietet bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3050 kg mit rund 900 kg eine überraschend hohe Nutzlast. Diese große Transportleistung liegt zum einen an der vergleichsweise kompakten und damit leichten Lithium-Ionen-Batterie mit ihrer hohen Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Akkus. Zum anderen liegt der Grund nicht zuletzt an der konsequenten Integration des Elektroantriebs bereits im Rohbau. Unter den Bemühungen um größtmögliche Nutzlast hat die Ausstattung des Vito E-CELL in keiner Weise gelitten. Neben dem erwähnten Zuheizer verfügen alle 100 Vito E-CELL neben der ohnehin umfangreichen Serienausstattung über einen heizbaren Komfortsitz für den Fahrer, das Multifunktionslenkrad, heizbare und elektrisch verstellbare Außenspiegel, eine Beifahrer-Doppelsitzbank, zwei Schiebetüren sowie eine Heckklappe und das Ausstattungspaket "CARGO". Der Vito E-CELL erreicht das gleiche vorbildliche Sicherheitsniveau aller Vito mit Verbrennungsmotor. Die Batterien werden im Fall eines Aufpralls durch ein Crash-Element geschützt. Bei einer Auslösung des Airbag-Steuergeräts wird die Hochvolttechnik automatisch stillgelegt. In mehreren Crashtests hat der Vito E-CELL seinen hohen Sicherheitsstandard eindrucksvoll nachgewiesen. Sollte ein Vito E-CELL in einen Unfall verwickelt sein, können die Rettungsdienste auf einen speziellen Leitfaden zurückgreifen. Auch die aktive Sicherheit entspricht dem anerkannt hohen Standard wie bei jedem Vito mit Verbrennungsmotor. So verfügt der Vito E-CELL wie alle anderen Vito über ein vollwertiges Elektronisches Stabilitätsprogramm ESP mit allen gewohnten Funktionen sowie über Fahrer- und Doppel-Beifahrerairbag. Sicherheit im Sinne der Betriebssicherheit hat Mercedes-Benz durch umfangreiche Erprobungen sichergestellt. Mehr als ein Dutzend Vito E-CELL waren zu diesem Zweck auf ausgiebigen Testfahrten unterwegs, sowohl in abgesperrten Versuchsgeländen als auch auf der Straße. Ob im skandinavischen Eis oder in der Hitze Spaniens - der Vito E-CELL hat seine Alltagstauglichkeit in der Erprobungsphase bereits unter Beweis gestellt. Im Unterschied zu anderen Transportern mit elektrischem Antrieb fertigt Mercedes-Benz als erster Automobilhersteller den Vito E-CELL zusammen mit allen anderen Vito im Werk Vitoria unmittelbar auf denselben Bändern. Dies ist ein weiterer Beleg, dass es sich beim Vito E-CELLnicht um ein Experimentalfahrzeug oder Prototyp, sondern um einen Transporter auf dem Weg zur Serienproduktion handelt. Bedingt durch die komplett andere Antriebskonfiguration mit einem Frontantriebsmodul, dem Batteriesatz unter dem Laderaumboden sowie dem Entfall zahlreicher Komponenten waren in der Fertigung zahlreiche Änderungen sowie die Schulung aller beteiligten Mitarbeiter notwendig. Das Vorhaben Vito E-CELL wird durch unterschiedliche Maßnahmen öffentlich gefördert. So können die Kunden den Vito E-CELL innerhalb des Förderzeitraums über mehrere Monate kostenlos nutzen. Fördermittel stellt im Rahmen des Konjunkturpakets II die Deutsche Bundesregierung zur Verfügung. In diesem Rahmen unterstützt das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz die Entwicklung und Industrialisierung des Vito E-CELL. Dies betrifft die Fertigung und Erprobung von Versuchsfahrzeugen sowie von den 50 Fahrzeugen für die Kundenerprobung in Berlin. Stehen in Berlin Großflottenbetreiber im Mittelpunkt, so sind im parallel laufenden Kundenversuch in Stuttgart sowohl Handwerker als auch Flotten im Fokus. Hier fördert das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung den Kundeneinsatz in der Modellregion Elektro-Mobilität Stuttgart. In Spanien unterstützt die Baskische Regierung den Aufbau der speziellen Fertigungseinrichtungen für die Produktion des Vito E-CELL. Parallel zum Praxiseinsatz wertet Mercedes-Benz dessen Daten wie Streckenprofil, Reichweiten und weitere Parameter aus, um Fahrzeuge mit Elektroantrieb noch präziser auf die Anforderungen der Kunden zuzuschneidern. Nächster Schritt: die Serienfertigung des Vito E-CELL steht bevor
Technische Daten
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| E-Maschine | ||
| Bauart | PMSM | |
| Maximalleistung | 70/95 | [kW] / [PS] |
| Nenndrehzahl | -- | [1/min] |
| Maximales Drehmoment / Drehzahl | 280 / -- | [Nm] / [1/min] |
| Nennspannung | 360 | [V] |
| Anzahl an E-Maschinen | 1 |
| Elektrischer Energiespeicher | ||
| Bauart | Lithium-Ionen | |
| Energieinhalt (nutzbar/gesamt) | 32/36 | [kWh] |
| Nennspannung | 360 | [V] |
| Zellen / Module | 192 / 16 | [--] / [--] |
| Maximale Leistung | -- | [kW] |
| Gewicht | -- | [kg] |
| Abmessungen | ||
| Länge | -- | [mm] |
| Breite | -- | [mm] |
| Höhe | -- | [mm] |
| Radstand | -- | [mm] |
| cW-Wert | -- | [--] |
| Querschnittsfläche | -- | [m2] |
| Gewicht | ||
| Leergewicht (nach EU) | 2150 | [kg] |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 3050 | [kg] |
| Zulässige Anhängelast (gebremst/ungebremst) | -- | [kg] / [kg] |
| Verbrauch | ||
| Innerorts | -- | [l/100km] |
| Ausserorts | -- | [l/100km] |
| Kombiniert | -- | [l/100km] |






Quelle: Mercedes-Benz